The Project
  Meetings
    Vienna Dec. 2003
    Catania Apr. 2004
    Andernos Oct. 2004
    Frankfurt Mar. 2005
    Vienna Dec. 2005
    Nitra Apr. 2006
    Frankfurt Nov. 2006
    Catania Apr. 2007
  The 1st year
    Andernos
    Frankfurt
    Gozo
    Nitra
    Wien
    Catania
  The 2nd year
    Andernos
    Catania
    Frankfurt
    Gozo
    Nitra
    Wien
  Current work (3rd year)
    Andernos
    Catania
    Frankfurt
    Nitra
    Wien
  Meeting point
    Blackboard
  Documentation
    media coverage
  Material
  Contact
  Links
    Links

Schülerbericht aus Frankfurt - Report from Frankfurt

Comenius-Projekt April 2004 in Catania

„Ciau, Ihr alle zusammen,

ich habe heute noch einmal mit Alitalia telefoniert. Treffpunkt ist am Freitag um 6.30 Uhr (wie schon besprochen) und zwar in Terminal 1, Halle B, Schalternummer 655/656. Herr Wyneken hat Eure Tickets. Es ist ratsam für die Ätna-Tour auch warme Kleidung mitzunehmen. Es kann dort, je nach Höhe sehr kalt sein!!!!!

Ich wünsche Euch eine schöne Reise und viel Spaß in Catania!!!!!

R. Bok“

Dies war die Mail, die wir, Hannah Schwind, Birgit Atzert, Johannes Loria, Sarah Bechstein und Cäcilia Herrlein, einen Tag vor dem Flug zum Comenius-Projekt nach Catania erhalten haben.

Als wir uns am 23.April 2004. um halb sieben am Alitalia Schalter mit Herrn Wyneken, Herrn Maugeri und Frau Leißner trafen, sahen wir alle noch ziemlich verschlafen aus, freuten uns jedoch schon auf das, was auf uns zukommen würde.

Wir flogen zunächst nach Milano, und nach einer Stunde Aufenthalt ging es mit einer kleineren Maschine in Richtung Sizilien.

In Catania angekommen, wurden wir mit einem langgezogenen und sehr herzlichem „CIAO“ von der italienischen Lehrerin und unseren Austauschschülern, die wir schon durch e-Mailkontakt kannten, begrüßt. Wir verabschiedeten uns voneinander und fuhren (wir möchten hier keine Angaben über die Verkehrssituation in Catania machen), jeder mit seinem Partner in die jeweiligen Familien, wo uns alle ein ausgesprochen leckeres, italienisches Mittagessen erwartete.

Um 17 Uhr trafen sich alle italienischen, deutschen, französischen und österreichischen Schüler zu einem gemeinsamen Stadtbummel durch die beiden größten Straßen Catanias. Für 20.30 Uhr hatten die italienischen Schüler einen Tisch in einem Restaurant bestellt, wo es sehr leckere Panini (eine Art Sandwich - jedoch meist warm) gab. Da wir an diesem Morgen schon gegen fünf Uhr aufgestanden waren, freuten wir uns an diesem Abend alle auf unsere Betten und waren froh, als wir nach dem Essen gegen Mitternacht in Richtung Koje aufbrachen.

Am Samstag Morgen stand Schule auf dem Plan. Die Comenius-Gruppe traf sich und teilte sich in zwei Arbeitgruppen, um verschiedene Fragestellungen über Europa zu bearbeiten. Wir erhielten zwei Arbeitsblätter. Das eine behandelte die Thematik des europäischen Bürgers. „Was heißt es ein europäischer Bürger zu sein? Wer ist heutzutage ein europäischer Bürger? Wer kommt aus einer anderen Nation, ist aber trotzdem ein Ausländer? Welches sind die Vorurteile, die wir ausländischen Bürgern gegenüber haben? Was ist der beste Weg ausländische Schüler zu integrieren und die Vorurteile zu verhindern? Hast du persönlich Nachteile im Ausland erfahren? Welche? Gibt es Ausländer in deiner Schule?“

Es war sehr interessant zu beobachten, wie unterschiedlich, teilweise aber auch identisch die Einstellungen der Schüler unterschiedlicher Nationen war. Wir führten interessante Diskussionen und kamen am Ende zu folgenden Ergebnissen: Jeder Mensch, der in Europa wohnt kann sich als europäischer Bürger bezeichnen und hat den Vorteil der Freiheit, des Friedens und Teil eines jeden europäischen Landes zu sein. Sprach- bzw. Kulturunterschiede bilden jedoch leider heute noch große Missverständnisse und führen viel zu oft zu Vorurteilen und Ausländerfeindlichkeit.

Mit Hilfe des zweiten Blattes sollten wir über unsere unterschiedlichen Schulsysteme sprechen und sie uns gegenseitig vorstellen.

Wir fertigten für jedes Arbeitsblatt in jeder Gruppe ein Plakat an, welches wir am nächsten Tag vorstellen sollten.

Nach den Gruppenarbeiten, die den Vormittag und den Nachmittag in Anspruch nahmen (auch wenn wir eigentlich schon früher fertig waren) wollten wir am Abend wieder alle zusammen essen gehen. Den Deutschen und Österreichern schwebte ein gutes, italienisches Pizzaessen vor. Da es nicht sehr einfach war, mit ca. 20 Personen etwas auf die Schnelle zu organisieren, wir dann gegen 22Uhr alle recht hungrig waren und einige von uns durch das viele in der Stadt umherlaufen müde waren und eine Toilette suchten, trennten wir uns plötzlich unbemerkt. Während die eine Gruppe, bestehend aus Österreichern, Italienern und Franzosen eine nette Pizzeria fand, führten uns unsere Italiener in eine Fast-food-Pizzeria à la Burger King in der Hannah und Sarah erst mal das Fett mit 3 Servietten von ihrer Pizza wischten. Eine Wasserflasche, die auf Birgits Hose landete und der Spaß, den wir deshalb hatten, machten den leichten Frust über die Pizza jedoch wieder wett.

Am Sonntag war um 10 Uhr Treffpunkt in der Schule. Es sollte eine Veranstaltung mit anschließender Ausstellung stattfinden. Den Beitrag von unserer Schule hatte der Leistungskurs Geschichte der Stufe 12 vorbereitet. Der LK hatte uns Plakate mitgegeben, die sich nun jeder ansehen konnte.

Die Veranstaltung, geprägt durch viele Reden, wurde durch schöne Chorstücke bereichert. Eine besonders schöne und tiefgründige Ansprache (wie wir alle fanden) hielt Herr Wyneken. In dieser lobte er berechtigter Weise auch das besonders gute Essen und die Gastfreundschaft der Italiener.

Wir Schüler präsentierten unsere Plakate vom Vortag.

Am Nachmittag stand eine Stadtführung bevor, die Lehrer und Schüler getrennt voneinander antraten. Wir besichtigten alle Sehenswürdigkeiten (u.a. das antike Amphitheater), welche die Stadt zu bieten hat. Nach zwei Stunden Kultur verabschiedeten wir uns und trafen uns erst am Abend in einer Karaokebar wieder, in der Johannes „Yesterday“ von den Beatles zum Besten gab, nachdem wir fast zwei Stunden auf unser Essen gewartet hatten.

Am Montag fuhren wir im Bus mit den Lehren im strömenden Regen und Hagel zum Ätna. Wir besichtigten einen Krater und erklommen den Monte Rossi der uns trotz Regen eine tolle Aussicht über eine weite Ebene bot.

Danach fuhren wir in die kleine Stadt Nicolosi, wo Birgit und Cäcilia mit den beiden Österreicherinnen und einem Glas Wein ihren Spaß beim Mittagessen hatten.

Zurück in Catania hatten wir Freizeit. Am Abend waren wir bei Féderica (Hannahs Austauschpartnerin) zu einer Abschiedsfeier eingeladen.

Den Dienstag, der der einzige Sonnentag war, sollten wir bis zum Abflug „um 16 Uhr vor dem Alitaliaschalter, in punto! Gruß Leißner“ in unseren Familien verbringen. Hannah, Sarah, Birgit und Johannes trafen sich mit ihren Austauschülern am Strand und Hannah zog sich am letzten Tag noch einen sonnenverbrannten und knallroten Rücken zu.

Der Abschied am Flughafen fiel nicht leicht, und den Flug bis nach Hause munterten nur noch Sören und der schöne Anblick der Alpen auf.

Es wurde jedoch schon geplant, dass wir uns alle im Sommer in Deutschland wiedersehen

Home :: Contact :: Imprint :: Login